News

  • 16. Dezember 2022
    Ein glaubwürdiger nachhaltiger Finanzplatz ohne Greenwashing

    Der Bundesrat hat heute seine Sustainable-Finance-Strategie für den Schweizer Finanzplatz bis zum Jahr 2025 veröffentlich und Handlungsfelder für auszuarbeitende Massnahmen definiert. Die Asset Management Association Switzerland (AMAS) begrüsst dieses Strategie-Update und unterstützt zusammen mit den weiteren Schweizer Finanzverbänden das gemeinsame Ziel, einen führenden nachhaltigen Finanzplatz zu etablieren.

    Schweiz benötigt eine gesamtheitliche Klimastrategie

    Die AMAS ist davon überzeugt, dass dieses Ziel und namentlich auch das Net-Zero-Ziel nur im Einklang mit der langfristigen Schweizer Klimastrategie 2050 erreichbar ist, welche alle Teile der Schweizer Wirtschaft einschliesst. Isolierte nationale Branchenvereinbarungen für die Finanzindustrie sehen wir dabei nicht als zielführend.

    Neue Produktkategorie für Impact Investments


    Zu den weiteren Massnahmen für einen führenden nachhaltigen Finanzplatz hat der Bundesrat das Mainstreaming von Impact Investments bestimmt. Eine Arbeitsgruppe mit Branchenvertretern soll die Einführung einer neuen Produktekategorie prüfen, die sich an den Eigenschaften eines Long-Term Investment Funds (LTIF) orientiert. Die AMAS hält die Einbindung der Vertriebssicht für zentral, da solche Produkte einen höheren Grad an Komplexität aufweisen und im Vergleich mit herkömmlichen Anlageprodukten mit zusätzlichen Risiken belegt sind.

    Bisherige Erfahrungen mit dem European Long-Term Investment Fund (ELTIF) haben gezeigt, dass sich eine entsprechende Wirkung bei Privatanlegern nur einstellt, wenn die Schwelle des Minimuminvestments entsprechend tief (beispielsweise bei CHF 10'000) angesetzt würde.

    Finanzprodukte müssen Nachhaltigkeitswirkung ausweisen


    Der Bundesrat hat heute auch das weitere Vorgehen zur Vermeidung von Greenwashing im Finanzmarkt festgelegt. Wie der Bundesrat vertritt auch die AMAS den Standpunkt, dass es ein klares und allgemeines Verständnis braucht, wann ein Finanzprodukt oder eine Finanzdienstleistung als nachhaltig angeboten werden kann. Die AMAS hat dies in ihrer Selbstregulierung bereits umfassend dargelegt und wird sich in der eingesetzten Arbeitsgruppee zur Prävention von Greenwashing einbringen.

    Die AMAS begrüsst, dass sich der Bundesrat gegenüber Anlegerinnen und Anlegern für eine differenzierte Kommunikation zur Nachhaltigkeitswirkung von Anlageprodukten ausspricht. Produkten, die nur Nachhaltigkeitsindikatoren miteinbeziehen oder bestimmte Unternehmen ausschliessen, fehlt der direkte Bezug zu Nachhaltigkeitszielen.

    Entfaltung der Wirkung der Selbstregulierung abwarten

    Die AMAS hat in ihrer im vergangenen September veröffentlichten Selbstregulierung zur Transparenz und Offenlegung bei Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug solche Produkte nicht mehr als «nachhaltig» klassifiziert. Die in der Selbstregulierung enthaltenen, verbindlichen Vorgaben dienen dem Ziel, in der Schweizer Asset Management-Industrie hohe Qualitätsstandards für Finanzanlagen mit Nachhaltigkeitsbezug herzustellen.

    Die Selbstregulierung wie auch die Selbstregulierung der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) verfolgen weiter das Ziel der Prävention und der Bekämpfung von Greenwashing auf den von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) genannten Bereichen der Organisations- sowie der Produktebene. Die AMAS ist von der im Vorjahr durch den Bundesrat kommunizierten subsidiären Rolle des Staates überzeugt. Die Implementierung der beiden Selbstregulierungen und die Entfaltung ihrer Wirkung bleiben abzuwarten.

    Bundesrat legt Massnahmen für nachhaltigen Finanzplatz fest
    Bundesrat will Greenwashing im Finanzmarkt vorbeugen
  • 15. Dezember 2022
    Wir feiern 30 Jahre

    Unser Verband wird 30 Jahre alt! Und so feiern unsere Mitglieder und Vorstände das Jubiläum:

    Link zum Jubiläumsvideo
  • 14. Dezember 2022
    ASIP ESG-Reporting 2022

    Der ASIP verfolgt das Ziel, über ein regelmässiges, ganzheitliches Reporting die Transparenz bezüglich ESG-Umsetzung zu erhöhen. Im Fokus steht eine transparente Offenlegung von ESG-Informationen, mit welchen alle involvierten Stakeholder nachverfolgen können, wie die Pensionskassen investiert sind und welche Entwicklungsschritte bezüglich Nachhaltigkeit realisiert werden. Dazu soll der publizierte ESG-Reporting-Standard dienen. In ein ESG-Reporting gehören qualitative Aussagen zur Art und Weise, wie die Pensionskassen mit diesem Thema umgehen, und auch quantitative Angaben zu einzelnen Anlagen.
    Der vorliegende Standard wurde in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden - u.a. der Asset Management Association Switzerland, Swiss Sustainable Finance und den Anlagestiftungen - erarbeitet.

    Zur ASIP Webseite
  • 24. November 2022
    Pacta Klimatest 2022: Potenzial für klimaverträgliche Finanzflüsse

    Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat im heute publizierten PACTA-Klimatest eine erneute Bestandsaufnahme zur Klimaverträglichkeit der Finanzflüsse veröffentlicht. Während das BAFU im Bericht Weiterentwicklungspotenzial ortet, weist die AMAS daraufhin, dass die Schweizer Asset Manager ihrer Kundschaft auch andere transparente Methoden zur differenzierten Beurteilung der Klimaverträglichkeit eines Portfolios zur Verfügung stellen.

    Nach 2020 sind die Schweizer Finanzinstitute auch 2022 vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingeladen worden, am freiwilligen «PACTA Klimatest 2022» teilzunehmen. Das «Paris Agreement Capital Transition Assessment» ist bestrebt, auf international koordinierte Weise Transparenz in die Finanzflüsse und Portfolios der verschiedenen Finanzbranchen in Bezug auf ihre Ausrichtung auf die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu schaffen. Dieses hat das Ziel, die globale Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen.

    Der heute veröffentlichte Bericht gibt Aufschluss und liefert wichtige Erkenntnisse zu den Fortschritten des Schweizer Finanzsektors in Bezug auf die Klimaverträglichkeit der Finanzflüsse. Die Asset Management Association Schweiz (AMAS) hatte – wie bereits 2020 – ihre Mitglieder unterstützt, am «PACTA Klimatest 2022» teilzunehmen. Die Schaffung einer vergleichbaren Transparenz, wie es die PACTA-Methodologie beabsichtigt, wie auch von messbaren Grundlagen zur Unterstützung von klimafreundlichen Anlageentscheidungen, ist der AMAS ein wichtiges Anliegen. PACTA ist allerdings nur eine von zahlreichen Methodologien zur Messung von Klimaverträglichkeit und wird in der Industrie nicht flächendeckend angewendet.

    AMAS konzentriert sich auf Swiss Climate Scores

    Da Asset Manager im Auftrag des Kunden handeln, dessen Anlageziel umsetzen und so ihrer treuhänderischen Pflicht nachkommen, ist es von hoher Relevanz, dass angewandte Methoden für eine differenzierte Beurteilung der Klimaverträglichkeit eines Finanzproduktes und Portfolios auch den Bedürfnissen und dem Informationsbedarf der Kundinnen und Kunden entsprechen, damit diese qualifizierte Anlageentscheide treffen können.

    Auch aus diesem Grund konzentriert sich die AMAS und die Schweizer Asset Manager aktuell auf die Implementierung der Swiss Climate Scores. Diese liefern dank sechs Indikatoren zusätzlich zur Transparenz bezüglich Klimaverträglichkeit Aussagen zur Transition in Richtung Netto-Null und damit zur effektiven Wirkung eines Finanzproduktes.

    Die AMAS hat zudem im laufenden Jahr die Umweltrelevanten Kennzahlen für Schweizer Immobilienfonds eingeführt, welche über die im September 2022 veröffentlichte Selbstregulierung zu Transparenz und Offenlegung bei Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug für AMAS-Mitglieder verbindlich sind. Weiter hat sich die AMAS durch ihren, vor einem Jahr erfolgten Beitritt zur Net Zero Asset Manager Initiative zum Netto-Null-Ziel bekannt und verpflichtet, diese wichtige Initiative bei ihren Mitgliedern zu fördern.

    AMAS unterstützt alle Methodologien zur Schaffung und Erhöhung von Transparenz bei der Klimaverträglichkeit von Portfolios. Aktuell empfiehlt sie die Anwendung der Swiss Climate Scores, um eine höhere Aussagekraft und Transparenz über die Klimaverträglichkeit und auch Klimawirkung von Finanzanlagen und Finanzströmen zu bewirken.

    Zum PACTA-Klimatest
  • 9. November 2022
    Vorwürfe an Schweizer Asset Manager und falsche Thesen im Buch «Das Rentendebakel»: Die AMAS bezieht Stellung

    Im kürzlich erschienenen Buch «Das Rentendebakel» weisen die Autoren auf Systemfehler im Schweizer Vorsorgesystem der 2. Säule hin und verurteilen die Finanzindustrie pauschal, Vorsorgegelder zu verspielen. Die AMAS hatte im Vorfeld zu einem Fragenkatalog der Autoren für das Buch ausführlich Stellung genommen. Die Antworten der AMAS sind in dem Buch jedoch kaum und nur mit Weglassungen berücksichtigt worden. Um das verzerrte und teils schlicht falsche Bild zu berichtigen, welches in dem Buch zur Rolle der Asset Manager im Schweizer Vorsorgesystem gezeichnet wird, legt die AMAS zu den Hauptpunkten hier nochmals die Fakten dar.

    FAQ Rentendebakel 221108
  • 1. November 2022
    Willkommen Guillaume Toffel!

    Guillaume stösst als Senior Legal Counsel zur AMAS, nachdem er zuvor in der Abteilung Asset Management der FINMA tätig war. Er studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, Heidelberg und Philadelphia (UPenn). Er verfügt über ein Anwaltspatent und war als Anwalt in Genf und anschliessend bei einer Beratungsfirma tätig.

    Team
  • 5. Oktober 2022
    AMAS und SSF publizieren Template zur Berechnung für die Swiss Climate Scores

    AMAS und Swiss Sustainable Finance (SSF) haben eine Vorlage erstellt, die eine standardisierte Berechnung der verschiedenen SCS-Indikatoren gewährleistet und die Ergebnisse einheitlich darstellt. Diese Excel-Vorlage beruht auf einem Expertenkonsens und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

    Swiss Climate Scores
  • 26. September 2022
    Sustainable Finance: AMAS führt Selbstregulierung für Asset Manager und Ersteller von kollektiven Kapitalanlagen ein

    Die AMAS setzt mit einer neuen Selbstregulierung im Bereich «Sustainable Finance» höhere Standards für die Qualität und die Transparenz von Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug. Dabei definiert die Selbstregulierung die Anforderungen an die Organisation eines Finanzinstituts sowie an die Produktgestaltung und -angaben gegenüber Anlegerinnen und Anlegern. Mit der freien Selbstregulierung stärkt die AMAS den schweizerischen Finanzplatz im In- und im Ausland im Bereich «Sustainable Finance».Die "Selbstregulierung zu Transparenz und Offenlegung bei Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug" definiert für die Industrie erstmals verbindliche Vorgaben an die Organisation von Finanzinstituten, die Kollektivvermögen mit Nachhaltigkeitsbezug erstellen und verwalten, wie auch zur Informationspflicht bei nachhaltigkeitsbezogenen Produkten.Sie wurde in einem breit abgestützten Prozess für die Mitglieder AMAS erarbeitet und tritt am 30. September 2023 in Kraft. Mit ihrem expliziten Bezug auf die Instituts- und die Produkteebene ist sie komplementär zur Selbstregulierung der Nachhaltigkeit in der Kundenberatung, welche die Schweizerische Bankiervereinigung eingeführt hat.

    Selbstregulierung Sustainable Finance
  • 5. September 2022
    AMAS baut das Datacenter aus

    Das im vergangenen April lancierte «AMAS Datacenter» erlaubt einen umfassenden Zugriff und Download von Daten und Statistiken über die Fonds- und Asset-Management-Branche in der Schweiz.Wir stellen jeweils aktuelle Daten zu den folgenden Themen gesammelt zur Verfügung:
    - Asset Management
    - Pension & Savings
    - Sustainability
    - Swiss Fund Market

    Alle Zahlen und Grafiken können als Bild, PDF oder Excel exportiert werden und für eigene Zwecke weiterverwendet werden.

    AMAS Datacenter
  • 25. August 2022
    Verrechnungssteuer: Eine sinnvolle Reform

    Die Asset Management Association Switzerland (AMAS) unterstützt die Kampagne der Befürworter zur Reform der Verrechnungssteuer. Die Reform ist eine steuerliche Voraussetzung, welche die Bedingungen für den Schweizer Kapitalmarkt fördert. Die AMAS verfolgt dieses Ziel und publiziert dazu das Positionspapier «Eine sinnvolle Reform der Verrechnungssteuer, die Steuermehreinnahmen und neue Arbeitsplätze in der Schweiz bringt».

    Positionen