Studie: «The Economic and Financial Benefits of Active Fund Management for Switzerland»

Studie zeigt: Effiziente Kapitalallokation stärkt Wachstum, Renditen und Wohlstand

Eine neue Studie der Asset Management Association Switzerland (AMAS) belegt, dass eine effiziente Kapitalallokation durch aktives Asset Management einen messbaren Beitrag zum wirtschaftlichen Wachstum und zu höheren Kapitalmarktrenditen leistet. Indem Kapital gezielt in produktivere und innovativere Unternehmen gelenkt wird, entstehen positive Effekte auf das Bruttoinlandprodukt, die Produktivität, Innovationstätigkeit, Beschäftigung und die Haushaltseinkommen – mit spürbarem Nutzen für die Gesamtwirtschaft und die Altersvorsorge.

Die Studie mit dem Titel «The Economic and Financial Benefits of Active Fund Management for Switzerland» wurde von Florian Weigert, Professor für Financial Risk Management an der Universität Neuenburg, verfasst. Sie analysiert empirisch die wirtschaftlichen Effekte aktiver Kapitalallokation anhand von Daten aus 20 entwickelten Volkswirtschaften über den Zeitraum von 1990 bis 2024. Im Gegensatz zur bisherigen Forschung, die sich primär auf Gebühren oder relative Fondsperformance konzentriert, stellt diese Untersuchung erstmals den gesamtwirtschaftlichen Mehrwert aktiven Asset Managements in den Vordergrund.

Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass aktive Fondsmanager eine zentrale volkswirtschaftliche Funktion erfüllen: Durch selektive, auf Fundamentaldaten basierende Investitionsentscheidungen verbessern sie die Effizienz der Ressourcenverteilung. Kapital fliesst verstärkt in Unternehmen und Sektoren mit höherem Wachstumspotenzial, besserer Unternehmensführung und höherer Innovationskraft – mit positiven Rückwirkungen auf Wertschöpfung und Beschäftigung.

Die Ergebnisse bestätigen diese Wirkung deutlich. Für die Schweiz zeigt die Studie, dass der bestehende Grad an aktivem Asset Management das durchschnittliche reale BIP-Wachstum um 0,43 Prozentpunkte und die Aktienmarktrenditen um 0,60 Prozentpunkte pro Jahr erhöht hat – jeweils im Vergleich zu einer kontrafaktischen Wirtschaft, die ausschliesslich von passiven und privaten Anlegern geprägt wäre. Über einen Zeitraum von 35 Jahren entspricht dies einer rund 16 Prozent höheren Wirtschaftsleistung und einem um etwa 23 Prozent höheren Aktienmarktpreisniveau.

Die höheren Kapitalmarktrenditen wirken sich auch direkt auf die berufliche Vorsorge aus. Zwischen 1990 und 2024 resultierte daraus ein geschätztes zusätzliches Pensionskassenvermögen von rund CHF 27 Milliarden, was die finanzielle Basis der zweiten Säule nachhaltig stärkt.

Für die Schweiz mit ihrer innovationsgetriebenen Wirtschaftsstruktur, international integrierten Kapitalmärkten und einem starken Vorsorgesystem unterstreicht die Studie, dass aktives Asset Management weit mehr ist als eine Anlagestrategie: Es ist ein relevanter Faktor für Produktivität, Wohlstand und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

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«The Economic and Financial Benefits of Active Fund Management for Switzerland»

Studie zeigt: Effiziente Kapitalallokation stärkt Wachstum, Renditen und Wohlstand

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Medienmitteilung 3/2026

"The Economic and Financial Benefits of Active Fund Management for Switzerland"