Parlamentarische Initiative «Die persönliche Altersvorsorge stärken»

Forderung

Die parlamentarische Initiative «die persönliche Altersvorsorge stärken» fordert, den Maximalbetrag für Steuerabzüge für Einzahlungen innerhalb der Säule 3a auf 15'000 Franken für Arbeitnehmer respektive auf 45'000 Franken für Selbständigerwerbende zu erhöhen.

Die Asset Management Association Switzerland unterstützt die parlamentarische Initiative von SVP-Nationalrat Erich Hess aus diesen Gründen:

  • Stärkung der Selbstverantwortung
    Die Lebenswirklichkeit in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren verändert. Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft erfordert auch in der Altersvorsorge Anpassungen.
    In der Säule 3a gibt es keine Diskriminierung zwischen Vollzeit- und Teilzeiterwerbstätigen. Jeder darf gleich viel einzahlen. Dies kommt insbesondere den Frauen zugute, die verglichen zu Männern häufiger in Teilzeitjobs tätig sind und dadurch z.B. in der zweiten Säule weniger Vorsorgekapital aufbauen können.
    Eine Anhebung der Maximalbeiträge verringert die Abhängigkeit zu den ersten zwei Säulen und hilft dabei, individuell die Vorsorgelücke zu verkleinern, die sich durch den Reformstau in den ersten zwei Säulen tendenziell vergrössert. Die dritte Säule ist dabei als ideale Ergänzung zu den ersten zwei Säulen zu sehen.

  • Stärkung der individuellen Altersvorsorge
    Es liegt im Interesse des Staates, die private Altersvorsorge zu fördern. Denn die private Altersvorsorge ist nicht abhängig von demografischen und soziografischen Entwicklungen.
    Eine Anhebung der Maximalbeiträge macht die private Altersvorsorge innerhalb der steuerbegünstigten Säule 3a attraktiver. Der Anreiz wird verstärkt, dass der Mittelstand in guten Sparjahren mehr für das Alter zurücklegt.

  • Stärkung des Vorsorgesystems
    Eine attraktive dritte Säule hilft dabei, dass im Pensionsalter mehr Leute ihren gewohnten Lebensstandard halten können, und ergänzt die unter Reformdruck stehenden ersten zwei Säulen. Das von Experten vertretene Ziel, dass RentnerInnen auch im Alter auf 80% ihres zuletzt erzielten Einkommens zugreifen können, wird durch eine Erhöhung der steuerlich abziehbaren Beträge für mehr Leute erreichbar. In der langen Frist kann eine Anhebung der Maximalbeiträge innerhalb der Säule 3a auch dafür sorgen, dass mehr Menschen im Alter nicht vom Staat abhängig sind. Dies entlastet den Staat langfristig sowohl finanziell wie auch administrativ, auch wenn eine Anhebung der Maximalbeiträge in der kurzen Frist zu einer Verringerung des Steuersubstrats führt.


Wie weiter?

Die parlamentarische Initiative wurde am 17.12.2020 von SVP-Nationalrat Erich Hess im Nationalrat eingereicht. Am 16.03.2022 hat der Nationalrat der Initiative Folge gegeben, womit sie in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) behandelt werden wird.