• 14. September 2020
    ESMA addresses delegation of portfolio management functions in context of AIFMD review

    Am 18. August 2020 publizierte die Europäische Wertpapier- und
    Marktaufsichtsbehörde ESMA einen an die Europäische Kommission adressierten Brief betreffend die Revision der Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFMD). In diesem Brief wird u. a. die Delegation von Portfolioverwaltungsfunktionen an Dritte und die Frage der Substanz thematisiert. Es wird insbesondere ausgeführt, dass solche Delegationen an Dritte ausserhalb der EU mit dem Brexit zunehmen würden, was nach Ansicht der ESMA die operationellen und aufsichtsrechtlichen Risiken erhöhen würde und die Frage aufwerfen, ob die AIF (sowie auch UCITS) noch effektiv von den zugelassenen AIFM oder UCITS-Verwaltungsgesellschaften verwaltet werden können.

    Die entsprechenden Ausführungen der ESMA haben unter unseren Mitgliedern verständlicherweise zu Diskussionen geführt. Diese Äusserungen dürften vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Brexit, zu beurteilen sein. Wir sind klar der Meinung, dass das bestehende Delegationsmodell gut funktioniert und nicht nur für Asset Manager aus Drittstaaten, sondern auch für den Erfolg des AIFMD-/UCITS-Modell selbst sowie für die Märkte und Investoren innerhalb der EU von grosser Bedeutung ist. Es muss daher in jedem Fall beibehalten werden. Wir verfolgen die Entwicklungen weiter eng und engagieren uns aktiv über die Kanäle der EFAMA in dieser Diskussion. Wir werden unsere Mitglieder über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten und insbesondere auch anlässlich unseren nächsten Informationsanlässen im November über den aktuellsten Stand informieren.

    Link zur ESMA