Brexit

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Brexit: Zusammenarbeit der Schweiz und UK für Finanzdienstleistungen

Nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs am 31. Januar 2020 gilt bis Ende 2020 eine Übergangsperiode. In dieser Zeit bleiben die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU auch auf das UK anwendbar.

Die Schweiz hat im Rahmen der «Mind the gap» Strategie frühzeitig eine Reihe neuer Abkommen mit dem UK in den Bereichen Handel, Migration, Strassen- und Luftverkehr sowie Versicherungen abgeschlossen. Ziel dieser Strategie ist es, die bestehenden gegenseitigen Rechte und Pflichten so weit als möglich zu sichern. Zudem soll in einem zweiten Schritt die Zusammenarbeit Schweiz-UK – wo dies im beidseitigen Interesse ist – über den bestehenden Stand hinaus ausgebaut werden («Mind the gap Plus»).

Die Finanzminister der Schweiz und UK haben an einem digitalen Treffen vom 30. Juni 2020 eine Erklärung über die künftige vertiefte Zusammenarbeit für Finanzdienstleistungen zwischen den beiden Ländern unterzeichnet. Die Erklärung unterstreicht die gemeinsame Absicht für ein Abkommen der beiden Länder. Dieses soll den grenzüberschreitenden Marktzugang für eine breite Palette an Finanzdienstleistungen im Versicherungs-, Banken-, Asset Management- sowie Kapitalmarktinfrastrukturbereich ermöglichen. Das Abkommen soll auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung der jeweils anwendbaren Finanzmarktregulierung sowie des Aufsichtsrahmens basieren.

Die Asset Management Association Switzerland ist eng in den Finanzdialog zwischen der Schweiz und UK eingebunden und vertritt dabei die Interessen der Fonds- und Asset Management Industrie.