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Greenwashing

Greenwashing im Sustainable Asset Management stellt für den Schweizer Finanzplatz ein Rechts- und Reputationsrisiko dar und ist mit dem Erreichen des Zieles eines international führenden Schweizer Nachhaltigkeits-Hubs nicht vereinbar.

Greenwashing bedeutet gemeinhin, dass Finanzunternehmen oder Asset Manager vorgeben, dass ihre Produkte oder Dienstleistungen mehr für Nachhaltigkeit oder Klimaschutz tun, als das effektiv der Fall ist. Die Integrität von Finanzprodukten ist jedoch von zentraler Bedeutung für den Schweizer Finanzplatz und die Asset Management Industrie.

Die AMAS lehnt daher jede Form von Greenwashing ab (Link Positionspapier) und hat sich zum Ziel gesetzt, mit Engagement und eigenen Massnahmen zur Prävention von Greenwashing und zur Sicherstellung der Glaubwürdigkeit des Schweizer Finanzplatzes beizutragen. Dazu gehören die «Empfehlungen zu Mindestanforderungen und Transparenz für nachhaltige Finanzprodukte und Anlageansätze». Zudem erarbeitet die AMAS eine Selbstregulierung für Sustainable Asset Management.

Im Asset Management kann Greenwashing entlang der Wertschöpfungskette und der operativen Tätigkeiten in drei Bereichen vorkommen:

  1. Auf der Unternehmensebene, wenn nachhaltige Anlageansätze aufgrund fehlender solider Anlageprozesse unzureichend umgesetzt werden oder zum Beispiel Investment Controlling, Risikomanagement und ESG-Datenanalyse noch ungenügend sind.
  2. Auf der Produkteebene, wenn Nachhaltigkeitspraktiken und -merkmale eines Anlageproduktes intransparent oder falsch beschrieben werden.
  3. Auf der Point-of-Sale-Ebene, wenn im Beratungsprozess unpräzise oder lückenhafte Informationen zu den Produkten zur Verfügung gestellt werden.